UNTERRICHT

Da Darstellendes Spiel noch nicht an allen Schulen unterrichtet wird, ist der Unterricht so aufgebaut, dass wir schnell Grundlagen schaffen, jedoch nicht davon ausgehen, dass die Schülerinnen und Schüler Vorkenntnisse haben. Erfahrungen in Theater AG´s sind von Vorteil, jedoch sollte man beachten, dass Darstellendes Spiel zu einem großen Teil aus theoretischer, dramaturgischer und analytischer Arbeit besteht. In Anlehnung an die Handreichungen des Hessischen Kultusministeriums gliedern wir unseren Unterricht im Moment auf folgende Weise:

In der Einführungsphase werden durch Improvisationen, Körperarbeit, Theaterbesuche und thoeretische Impulse das Zeichensystem und die Formen des Theaters nähergebracht und ausprobiert. Die Schülerinnen und Schüler lernen so Grundzüge des Schauspiel(en)s und erfahren einen vertieften Einblick in die Geschichte des (europäischen) Theaters und grundlegende Theatertheorien. Textarbeit, szenischen Interpretationen, Standbilder, kleine Pausenaufführungen bringen die Schülerinnen und Schüler auf ein Arbeitsniveau, durch das sie in der Qualifikationsphase eine ganzjährige, arbeitsintensive Inszenierung erstellen und aufführen können. Am Ende der Einführungsphase steht eine spielpraktische Prüfung, bei der die Schülerinnen und Schüler zeigen können und müssen, was sie dramaturgisch und schausielerisch gelernt haben.

Das erste Jahr der Qualifikationsphase (Q1/Q2) steht im Zeichen einer großen Inszenierung. Aus einer Textvorlage (Drama, Roman, …) arbeiten die Schüler für sich relevante Aspekte heraus und entwickeln eine Inszenierung, die am Ende der Q2 im schulischen Rahmen aufgeführt wird. Daraus entwickeln sich immer wieder Inszenierungen, die z.B. bei Schultheatertagen auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Theoretische Schwerpunkte liegen in der Analyse und Anwendung von Inszenierungsprinzipien, in der Dramaturgie, Choreografie, dem Einsatz von Technik und der Regiearbeit. Da Theater immer ein Gruppenprozess ist, dies jedoch leider nicht von allen Schülern so gesehen wird, behalten wir uns vor für das Fach in der Q1/Q2 ab dem dritten Fehltermin eine generelle Attestpflicht anzuordnen.

Im zweiten Jahr der Qualifikationsphase (Q3/Q4) entwickeln die Schüler aus dem bisher Erlernten in Kombination mit biographischen und performativen Elementen eine eigene Inszenierungsidee und -form. Weiterhin steht das Jahr unter dem Schwerpunkt der Abiturvorbereitung. So wird unter anderem eine Klausur durch eine spielpraktische Prüfung mit langer Vorbereitungszeit ersetzt.

Bei der Wahl von „Darstellendes Spiel“ als Fach in der gymnasialen Oberstufe bitten wir außerdem zu berücksichtigen, dass es in Hessen nicht als Leistungskurs gewählt werden kann. Wir möchten weiterhin informieren, dass wir an der Schule momentan nicht mehr als 2 Parallelkurse Darstellendes Spiel pro Jahrgang anbieten können, so dass wir bei einer zu großen Wahl des Faches in der Einführungsphase nach Erfahrung auswählen bzw. auslosen müssen.